Früher, als es noch keine Kühlschränke gab, wurden sehr viele Lebensmittel gedörrt, damit sie lange haltbar waren. Das Dörren ist eine sehr traditionsreiche Konservierungstechnik, die in der heutigen Zeit durch die Entwicklung von Dörrautomaten, noch perfektioniert wurde. Gedörrt werden können alle Lebensmittel, die Feuchtigkeit enthalten. Beim Dörren wird die Feuchtigkeit aus dem Fleisch, dem Fisch, dem Gemüse oder Obst langsam entzogen. Gedörrte Lebensmittel haben Rohkostqualität, da die Temperaturen, die beim Dörren für den Entzug der Feuchtigkeit sorgen, bewusst niedrig gewählt werden. Gedörrte Lebensmittel sind reich an den Grundinhaltsstoffen, weil diese sich durch den Wasserentzug im Inneren konzentrieren. Es ist daher nicht verwunderlich, dass z. B. getrocknete Datteln und Feigen noch süßer als frische Früchte schmecken. Es konzentriert sich allerdings nicht nur die Süße der Früchte im Dörrobst, sondern auch die enthaltenen Mineralien und Spurenelemente. Die Ballaststoffe bleiben ebenfalls erhalten und werden durch den Wasserentzug nicht geschädigt. Einst haben die Menschen Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse in der Sonne gedörrt, dann haben sie Dörrkammern errichtet, die durch eine Feuerstelle beheizt wurde und mittlerweile wird das professionelle Dörren durch die Verwendung von einem Dörrautomaten erleichtert.

RedaktionstippStöckli Dörrautomat

Dörrautomat Stöckli

  • 12 Std. Zeitschaltuhr
  • 3 Gitter mit Kunststoffrahmen
  • Edelstahlgitter
  • 33.5 cm Durchmesser, Höhe: 27.5 cm
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Dörrautomat Varianten

Beim Aufbau von Dörrautomaten wird zwischen zwei Systemen unterschieden. Beim Kauf von einem Dörrautomat muss entschieden werden, ob das Stapel- oder Einschubsystem für den persönlichen Bedarf am besten geeignet ist. Beide Dörrautomat-Bautypen sind so entwickelt, dass sie auf möglichst kleinem Raum eine große Menge Dörrgut getrocknet werden kann. Diese kompakten Bauarten sparen nicht nur Platz, sondern auch Energie, weil die leicht erwärmte Luft gleichzeitig mehrere Etagen erreichen kann, auf denen das Dörrgut aufgeschichtet ist.

Stapelsystem

Ein Dörrautomat, der nach dem Stapelsystem funktioniert, besteht aus mehreren Etagen, die je nach Bedarf übereinander "gestapelt" werden. Die Basis bei einem Dörrautomat mit Stapelsystem bildet eine Heizeinheit, auf die zumeist runde Stapelelemente aufgestapelt werden. Die jeweiligen Stapeletagen bestehen aus einem stabilen Rand (mit Stapelrille) und einem gitterförmigen Boden, auf den das Dörrgut aufgelegt wird. Von unten, von der Heizeinheit aus, die im Grundelement integriert ist, steigt dann die warme Luft aus, die sich in allen Stapeletagen verteilen kann. Eine Art Gebläse (manchmal mit einem Ventilator) sorgt für eine gleichmäßige Luftverteilung. Je nach Art der Trocknung können kleine Belüftungsspalte im Deckel geöffnet werden, damit die aufsteigende Luftfeuchtigkeit abziehen kann.

Der Vorteil bei einem Stapelsystem liegt darin, dass die Menge der Stapeletagen immer an den momentanen Bedarf angepasst werden kann. Wird viel Dörrgut auf einmal getrocknet, werden mehr Stapeletagen in den Dörrautomat eingesetzt als wenn nur wenig Dörrgut getrocknet werden muss. Bei einigen Dörrautomat-Herstellern können zusätzliche Stapeletagen als Zubehör nachgekauft werden, damit sich der Betrieb des Dörrautomaten besonders intensiv rechnet, wenn große Mengen Dörrgut getrocknet werden müssen.

Als Nachteil vom Stapelsystem kann nur festgestellt werden, dass bei jedem Öffnen des Dörrautomats die aufgeheizte Luft fast komplett entweicht. Werden nachträglich noch Etagen eingesetzt, muss das Heizelement jdes Dörrautomats die Luft im Inneren wieder neu erhitzen. Es ist daher empfehlenswert, dass vor Inbetriebnahme des Dörrautomas alle Etagen mit Dörrgut bestückt und übereinander gesetzt werden. Rein technisch gesehen ist die Luft, die die unterste Stapeletage erreicht, am wärmsten, weil die unterste Stapeletage direkt auf dem Heizelement steht. Soll das Dörrergebnis möglichst gleichmäßig sein, müssen die Stapeletagen während der Dörrung immer wieder durchgewechselt werden. Durch den Austausch der Stapeletagen geht immer wieder Wärmeenergie verloren.

Einschubsystem

Ein Dörrautomat mit der Einschubsystem-Bauweise ist optisch mit einem Ofen vergleichbar, da übereinander eine Vielzahl von Dörrblechen eingeschoben werden, die alle mit Dörrgut bestückt werden. Dörrautomaten mit Einschubsystem können in der Regel mehr Dörrgut aufnehmen als Dörrautomaten mit Stapelsystem, dafür sind Dörrautomaten mit Einschubsystem in der Regel hochpreisiger. Beim Einschubsystem ist das Heizelement nicht im unteren Bereich des Dörrautomats verbaut, sondern im hinteren Bereich. Dadurch wird die warme Luft über alle eingeschobenen Bleche gleichmäßig verteilt.

Die Vorteile von Dörrautomaten mit Einschubsystem sind schnell erklärt. Es kann nicht nur mehr Dörrgut auf einmal getrocknet werden, es ist auch möglich Bleche auszutauschen, ohne dass allzu viel warme Luft entweichen kann. Das Trocknen von Fruchtmus (als Fruchtleder) ist zumeist nur mit einem Dörrautomat möglich, der nach der Einschubsystem-Bauweise entwickelt wurde. Unterschiedliches Dörrgut lässt sich aufgrund dieser Vorteile besonders komfortabel und gleichzeitig trocknen. Die Dörrung erfolgt gleichmäßiger als bei einem Dörrautomat mit Stapelsystem; zudem müssen die Bleche nicht während der Dörrung gewechselt werden, damit das Dörrergebnis gleichmäßig ausfällt.

Der einzige Nachteil von einem Dörrautomat mit Einschubsystem ist der höhere Anschaffungspreis. Dieser rechnet sich aber schnell, wenn der Dörrautomat gerne und häufig verwendet wird.

Dörrautomat Funktionsweise

Um mit einem Dörrautomat Lebensmittel zu trocknen, wird prinzipiell Rohkost verwendet. Beim Dörren wird der Rohkost das Wasser entzogen, wodurch die Haltbarkeit von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch enorm gesteigert wird. Keime, Pilze und Fäulnisbakterien benötigen Feuchtigkeit, um sich entwickeln zu können. Werden Lebensmittel getrocknet, ist die wichtigste Grundlage für die Entwicklung von Pilzen, Keimen und Bakterien entzogen. Die Lebensmittel lassen sich dann bei fachgerechter Lagerung über einen langen Zeitraum hinweg aufbewahren. Das Prinzip des Dörrens wurde bereits in der Urzeit genutzt und ist auch in der heutigen Zeit aktueller denn je.

Wer besonders großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ernährung legt, isst nicht nur gerne rohköstliche Zubereitungen, sondern vor allem Rohkost, die nachweislich frei von Schwefel oder anderen Zusätzen ist. Diese Produktsicherheit kann nur geboten werden, wenn die Rohkost mithilfe von einem Dörrautomat selbst hergestellt wird.

Die Funktionsweise ist simpel. Etagen mit einer feinen Gitterstruktur im Bodenbereiche werden übereinander eingeschoben oder gestapelt. Warme Luft weht von hinten oder unten durch die Etagen und dörrt das Dörrgut sanft und langsam. Es soll keinesfalls geröstet werden, damit möglichst viele, der wertvollen Inhaltsstoffe, im Dörrgut erhalten bleiben. Es ist deshalb wichtig, dass die Dörrtemperatur möglichst niedrig gewählt wird. Durch einstellbare Lüftungsschlitze kann die feuchte Luft aus dem Dörrbereich abziehen, damit das Dörrgut langsam immer trockener werden kann. Das rohköstliche Dörrgut aus eigener Herstellung kann so intensiv getrocknet werden (bis zu einer Restfeuchte von etwa 15 Prozent), dass keinerlei Zusätze notwendig sind, die die Haltbarkeit garantieren.

Ein Dörrautomat wird verwendet, um hochwertige und unbehandelte Lebensmittel durch eine sanfte und schonende Dehydration haltbar zu machen. Je weniger Feuchtigkeit oder Saft von Natur aus in Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch vorhanden ist, desto einfacher lassen sich diese Lebensmittel mit einem Dörrautomat trocknen. Damit das Dörrergebnis möglichst gleichmäßig ist und nicht zu viel Dörrzeit in Anspruch nimmt, werden die Lebensmittel von Hand gleichmäßig zerkleinert. Es ist wichtig, dass auf Gleichmäßigkeit beim Zerkleinern besonders geachtet wird, weil nur dann gewährleistet ist, dass das gesamte Dörrgut gleichmäßig trocknet. Es ist trotzdem empfehlenswert, immer mal wieder die Stapeletagen auszutauschen oder das Dörrgut mit einem Löffel hin und wieder zu wenden.

Wichtig ist aber, dass die gedörrten Lebensmittel nach dem Dörren luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Je nach Salzgehalt ist Dörrgut hygroskopisch und bindet Wasser aus der Luftfeuchtigkeit. Dörrgut kann mit einem Vakuumierer einvakuumiert oder in luftdichten Dosen aufbewahrt werden.

Was ist Dörren und welche Vorteile bietet es?

Trockenobst, -gemüse, -fleisch und -fisch sind auch im Handel erhältlich, allerdings kann kaum ein Endverbraucher kontrollieren, wie das Endprodukt wirklich hergestellt wurde und welche Zusatzstoffe enthalten sind. Wer einen eigenen Dörrautomat nutzt, um rohkostliche Trockenlebensmittel selber herzustellen, hat von Anfang an die Kontrolle. Die Anschaffung von einem Dörrautomat lohnt sich besonders, wenn ein eigener Garten vorhanden ist. So kann der Dörrautomat das ganze Jahr über im Einsatz sein. Angefangen mit den ersten Frühlingskräutern, wie Birkenblätter und Brennnessel, die für Teezubereitungen schonend getrocknet werden können, über Gartenkräuter zu Obst und Gemüse. Im Spätsommer und Herbst erweitern Pilze und Nüsse den Speiseplan, die besonders gut aufbewahrt werden können, wenn sie getrocknet sind. Nüsse, die feucht eingelagert werden, schimmeln schnell, daher lohnt sich das sanfte Trocknen von Nüssen im Dörrautomat auf jeden Fall.

Wurden die ausgewählten Lebensmittel sorgsam mit dem Dörrautomat getrocknet, können sie bedenkenlos ohne Zugabe von Konservierungsmittel (wie z. B. Schwefel) gelagert werden. Ein Großteil der Mineralien, Nährstoffe, sekundären Pflanzenstoffe und Vitamine bleiben beim Dörren erhalten. Nicht umsonst wurden bereits vor Tausenden von Jahren Feigen und Datteln gedörrt, um dann als Kraftkost für Teilnehmer von Wüstenkarawanen verwendet zu werden. Gedörrte Lebensmittel sind besonders gehaltvoll und wertvoll, sie können unterschiedlich genutzt werden. Entweder werden sie:

  • traditionell eingeweicht und zu Kompott gekocht,
  • als gesunder Snack zwischendurch genascht
  • zum Backen von Früchtebrot verwendet
  • als unverderbliche Nahrung mit auf Trekkingtouren genommen
  • als unverderbliche Notreserve gelagert
  • für die Zubereitung eigener Müsli- und Granolazubereitungen verwendet
  • zur Herstellung von eigenen Teesorten
  • als Kräuterbasis für ein selbst gemischtes Kräutersalz

Um wirklich hochwertiges Dörrfleisch, -fisch, -obst und -gemüse selbst herstellen zu können, ist die Anschaffung eines zuverlässigen Dörrautomat unumgänglich. Das Dörren in einem Backofen ist weder energieeffizient noch schonend. Die Dörr-Temperatur lässt sich nur selten an einem Backofen so fein wie bei einem Dörrautomat einstellen. Es ist daher keinesfalls empfehlenswert, den eigenen Backofen als Alternative zu einem Dörrautomat zu sehen.

Dörrautomat Einsatzgebiete

Mithilfe von einem Dörrautomat können die unterschiedlichsten Lebensmittel getrocknet werden, besonders beliebt sind:

  • Chips aus Erdbeeren, Äpfeln, Süßkartoffeln oder Rote Beete
  • Körner, Nüsse und Kerne
  • Pilze
  • Aprikosen und Pflaumen
  • die Herstellung von Fruchtleder aus Fruchtmus / -püree
  • Trockenfisch oder -fleisch, Schinken

Fleisch dörren

Bereits in längst vergangenen Zeiten war Trockenfleisch sehr beliebt, es ist fettarm, eiweißreich und hat kaum Kohlenhydrate. Dörrfleisch, Bündner Fleisch oder auch Jerky sind trendy und traditionsreich zugleich. Mithilfe von einem Dörrautomat kann das geschmacksintensive, getrocknete Fleisch problemlos selber zubereitet werden. Wichtig ist, dass nur hochwertige, frische Fleischstücke verwendet werden, die weder überlagert, noch tiefgekühlt sind. Dörrfleisch muss nach dem Trocknen nicht gekühlt aufbewahrt werden. Da Dörrfleisch im Handel nicht gerade günstig ist, lohnt sich die Anschaffung von einem Dörrautomat schnell, wenn getrocknetes Fleisch öfter einmal die Speisekarte bereichern soll. Das Fleisch wird einfach in dünne Streifen geschnitten und dann im Dörrautomat sanft getrocknet, bis es richtig hart und fast "knusprig" ist. Besonders geschmacksintensive Fleischteile müssen nicht gewürzt werden. Manch einer mariniert die Fleischstreifen einige Zeit vor dem Trocknen und wischt dann die Marinade wieder komplett ab, damit nicht allzu viel zusätzliche Feuchtigkeit die Dörrzeit verlängert.

Alternativ zum Fleisch kann auch Fisch gedörrt werden. Trockenfisch ist in vielen Regionen eine besondere Spezialität, die besonders gerne für die Zubereitung von Eintöpfen und Fischsuppen, verwendet wird.

Beim Trocknen und Fisch und Fleisch ist es sehr wichtig, dass die feinen Streifen richtig hart und an keiner Stelle mehr weich, sind. Die Trocknung muss komplett vollzogen sein, damit sich auch im Inneren der Streifen keine Restfeuchtigkeit mehr befindet. Nur so kann verhindert werden, dass die getrockneten Fisch- oder Fleischstreifen nach einiger Zeit schimmeln.

Gemüse dörren

Gemüse, das mit einem Dörrautomat gedörrt werden soll, muss ordentlich gewaschen, je nach Sorte geschält und gleichmäßig zerteilt sein. Je feiner Gemüse vor dem Dörren geschnitten wird, desto schneller ist es durchgetrocknet. Das Gemüse muss voll ausgreift, darf aber nicht überreif sein. Es dürfen keine Pflanzenteile mit Druck-, Faul- oder Schimmelstellen verwendet werden. Die Verwendung von Bioprodukten, am besten aus dem eigenen Garten, ist empfehlenswert. Das gedörrte Gemüse ist richtig trocken, wenn es "raschelt", sobald mit der Hand darüber gestrichen wird. Nach dem Dörren muss das getrocknete Gemüse sofort luftdicht verpackt werden, da es ansonsten wieder Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen könnte. Aus selbst gedörrtem Gemüse kann spielend leicht mit einer Küchenmaschine selber Würzsalz hergestellt werden. Die kleinen getrockneten Gemüseteilchen lassen sich mit einem Minimixer regelrecht zu einem Würzpulver verarbeiten, dass als Würze für Suppen und Eintöpfe verwendet werden kann. Mit ein wenig Meersalz angereichert entsteht so ein Brühpulver, das frei von Geschmacksverstärkern und anderen Zusatzstoffen ist. Bei der Auswahl von Gemüsesorten, die getrocknet werden sollen, muss darauf geachtet werden, dass einige Gemüsesorten schnell oxidieren, wenn sie einige Zeit an der Luft liegen. Damit keine unschönen Verfärbungen entstehen, sollten diese Gemüsesorten entweder ganz gemieden oder mit ein wenig Zitronensaft, bestrichen werden.

Obst dörren

Am besten lassen sich die Obstsorten dörren, die klassisch als Dörrobst verkauft werden. Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Aprikosen, Kirschen usw., bei der Auswahl sollte nicht nur auf Frische geachtet werden, sondern auch auf eine ausreichende Reife. Unreifes Obst schmeckt bitter, wenn es gedörrt wird. Besonders saftige Obstsorten lassen sich mithilfe von einem Dörrautomat zu einem köstlichen "Fruchtleder" verarbeiten, das nicht nur für Kinder ein gesunder Ersatz für Gummibärchen ist. Fruchtleder lässt sich ganz einfach herstellen, bedarf aber ein wenig Geduld. Aus saftigen Früchten, wie Mango, Erdbeeren, Himbeeren usw. wird mit einem Mixer ein Fruchtpürree gemixt. Der Fruchtbrei wird dann auf eine antihaftbeschichtete Unterlage in den Einsatz von einem Dörrautomaten, gegeben. Bei Früchten, die schnell oxidieren, kann der Saft einer Zitrone im Fruchtmus die Oxidation verhindern. Es kann zwischen 12 und 14 Stunden dauern, bis aus dem Fruchtmus Fruchtleder geworden ist. Das angetrocknete Fruchtmus wird dann auf der Unterlage vorsichtig in Streifen geschnitten und aufgerollt. Es muss nach dem Dörren so schnell wie möglich luftdicht verpackt werden, damit es nicht erneut Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen kann.

Tiernahrung selbst herstellen

Vielen Hundebesitzern wird übel, wenn sie erfahren, welche Fleischqualitäten in fertiger Tiernahrung enthalten sind. Damit Hunde und Katzen nur wirklich hochwertige Tiernahrung oder Leckerlies bekommen, kann ein Dörrautomat sehr hilfreich sein. Ähnlich, wie bei dem Dörrfleisch für den menschlichen Verzehr, kann aus den unterschiedlichsten Frischfleischteilen Tiernahrung selber hergestellt werden. Wichtig ist auch hier wieder, dass das Fleisch möglichst frisch eingekauft wurde und keinesfalls vorverarbeitet ist. Je fettärmer ein Fleischstück ist, desto besser kann es getrocknet werden. Fett begünstigt nicht nur Schimmel, es kann auch ranzig werden. Im Grunde lassen sich alle Fleischteile trocknen, die Herzen von Schweinen, Rindern und Geflügel, Pansen, Schweine-, Rinder-, Puten- oder Hühnerfleisch. Die ausgewählten Fleischstücke werden in feine, möglichst dünne Scheiben oder Streifen geschnitten und in den Dörrautomat eingelegt. Wichtig ist, dass das eingelegte Dörrgut an keiner Stelle überlappt, da ansonsten eine gleichmäßige Trocknung nicht möglich wäre. Dicker als 5 Millimeter sollten die Fleischstreifen nicht sein. Das gedörrte Fleisch muss wirklich richtig trocken sein, damit es lange haltbar ist und nicht schimmelt. Aus einem Kilo Frischfleisch werden bei richtiger und intensiver Trocknung etwa 250 Gramm Trockenfleisch. Es dürfen keine weichen Stellen oder Bereiche mehr erkennbar sein, wenn das Fleisch perfekt getrocknet ist. Das Trockenfleisch sollte eine harte, fast knusprige Konsistenz haben. Die gedörrten Fleischstreifen können nach den Trocknen entweder zerbrochen oder mit einer Gartenschere in die passende Größe geschnitten werden. Für die Aufbewahrung eignet sich eine "Keksdose" aus Metall.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten finden Sie auf der Seite Dörrautomat Rezepte.

Bekannte Hersteller von Dörrautomaten

Sedona

Sedona ist ein sehr bekannter Hersteller von Dörrautomaten. Die Geräte von Sedona sind bekannt für eine kompakte Bauweise, einer geringen Geräuschentwicklung bei der Anwendung, einer modernen Optik und zweckmäßigen Ausstattung. Ein Dörrautomat von Sedona bietet eine präzise Temperaturwahl und ist in der Lage, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch in Rohkostqualität trocknen zu können. Die besonders leisen Dörrgeräte von Sedona werden in unterschiedlichen Größen im Handel angeboten, daher findet sich für jeden Bedarf das passende Gerät. Die gewünschte Dörrtemperatur ist in einem Spektrum zwischen 30 und 68 Grad Celsius präzise einstellbar. Die Dörrzeit kann bei einem Sedona Dörrautomat mit einer Zeitschaltuhr eingestellt werden. Die Dörrautomaten von Sedona sind nach dem Bauprinzip der Einschubtechnik gestaltet. Je nach gewünschter Größe des Gerätes können nach diesem Prinzip auf einer Gesamtfläche von annähernd 9,5 qm2 unterschiedliche Dörrgüter getrocknet werden. Energiekosten können gespart werden, wenn ein Dörrgerät mit zwei getrennten Dörrbereichen von Sedona verwendet wird, wenn nur geringe Mengen an Dörrgut getrocknet werden müssen. Wie beim Einschubsystem üblich, wird bei den Dörrgeräten von Sedona mit einem horizontalen Luftzug getrocknet. Mit den Geräten lässt sich nicht nur gewöhnliches Dörrgut herstellen, sondern auch Fruchtleder, Gemüsebrühe und Rohkost-Kräcker. Die Einschübe in allen Geräten sind komplett entnehmbar und können in der Spülmaschine gereinigt werden.

Excalibur

Der Hersteller Excalibur entwickelt und fertigt seit 1973 Dörrgeräte, die von der Qualität her von mit den Geräten von Sedona vergleichbar sind. Der Hersteller Excalibur hat seinen Firmensitz in Kalifornien (USA) und stellt nicht nur Dörr-, sondern auch Keimgeräte her. Excalibur hat eine so breit gefächerte Produktpalette, dass sich für jeden Kunden der passende Dörrautomat findet, der genau auf den persönlichen Bedarf zugeschnitten ist. Trockenobst / -gemüse / -fleisch oder -fisch kann in kleinen, aber auch sehr großen Mengen mit einem Dörrautomat von Excalibur hergestellt werden. Die Geräte sind praktisch entwickelt, ohne überflüssige Details und Schnörkel, nach dem Einschubsystem gefertigt. Die gewünschte Temperatur kann zwischen 35 und 74 Grad Celsius digital eingestellt werden. Die Größenunterschiede bei den Dörrautomaten von Excalibur sind so gewaltig, dass nicht nur die professionelle Verwendung bei der Herstellung großer Mengen möglich ist, sondern auch der Einsatz in einer Kleinfamilie. Bei der Konzeption der Dörrautomaten wurde an wirklich jeden möglichen Kunden gedacht.

Severin

Severin besteht als Marke bereits seit rund 120 Jahren in Deutschland. Im Jahr 1892 begann das Unternehmen in Sundern in einer kleinen Schmiede. Mittlerweile arbeiten in Deutschland etwa 2000 Angestellte in der Produktion innovativer Elektrogeräte, die im unteren und mittleren Preissegment angeboten werden. Seit dem Jahr 1995 wird ein Teil der Geräte auch in China, in Shenzhen gefertigt. Die Qualitätskontrolle, die neuen Entwicklungen und das Prüflabor des Unternehmens, werden weiterhin in Sundern durchgeführt. Die Elektrogeräte für den Alltag, die seit mehr als 60 Jahren von Severin gefertigt werden, sollen die Arbeiten in der Küche so einfach wie möglich gestalten. Severin gilt als Sauerländer Traditionsmarke, die versucht zu günstigen Preisen Produkte von guter Qualität auf den Markt zu bringen. Die Dörrautomaten von Severin, die im Handel erhältlich sind, werden nach dem Stapelsystem gefertigt. Es handelt sich hierbei zwar nicht um hochpreisige Dörrautomaten, die technisch mit vielen Raffinessen ausgestattet sind, trotzdem können die Kunden mit den handelsüblichen Modellen im Stapelsystem durchaus vorzeigbare Dörrergebnisse zu günstigen Preisen vorweisen.

Stöckli

Jeder Dörrautomat von Stöckli ist ein Schweizer Qualitätsprodukt. Die Dörrgeräte wurden nach dem Stapelsystem entwickelt und bieten eine genaue Temperatureinstellung zwischen 20 und 70 Grad Celsius. Diese technischen Vorgaben erlauben das Dörren in Rohkostqualität. Die Dörrautomaten sind qualitativ hochwertig, werden aber in unterschiedlichen Preiskategorien angeboten. Kunden können zwischen Dörrgittern aus Metall oder Kunststoff wählen. Bei Bedarf können immer wieder zusätzliche Dörrebenen zu einem vorhandenen Gerät nachgekauft werden. Ein spezielles Ventilatorsystem sorgt bei Stöckli für ein besonders gleichmäßiges Dörrergebnis. Durch die Verwendung von Silikoneinlagen kann auch in den Dörrautomaten im Stapelsystem von Stöckli Fruchtleder hergestellt werden, ohne dass der Fruchtbrei durch die Gitter der Dörretagen tropft. Obwohl die meisten handelsüblichen Dörrautomaten im Stapelsystem nicht so hochwertig in der Verarbeitung sind wie Dörrautomaten im Einschubsystem, kann der Hersteller Stöckli als Ausnahme bezeichnet werden, da die Dörrautomaten des Schweizer Herstellers bisher mit haltbaren und langlebigen Qualitäten überzeugte.

Klarstein

Die Elektrogeräte von Klarstein gehören eigentlich zu dem Unternehmen Chal-Tec, das seinen Firmensitz in Berlin hat. Der Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens mit Stammsitz in Berlin ist Peter Chaljawski. In seinem Unternehmen sind 350 Mitarbeiter tätig und er hat 13 eigene, unterschiedliche Onlinemarken aufgebaut. Eine dieser Marken heißt Klarstein. Die Produkte, die unter der Marke Klarstein vertrieben werden, sind optisch ansprechend, praktisch in der Verwendung, günstig im Einkauf und werden in China gefertigt. Die Produkte werden in 18 verschiedenen europäischen Ländern verkauft. Der Markenname Klarstein steht für Elektrogeräte, die im Küchen- und Haushaltsbereich verwendet werden und dem eher unteren bis mittleren Preissegment angehören. Im Werbebereich wird Enie van de Meiklokjes offiziell mit Klarstein auf einer Ebene genannt, da sie in ihren Kochshows die verschiedensten Produkte des Unternehmens vorstellt.

Dörrautomat kaufen - Worauf sollte geachtet werden?

Dörrautomat ist nicht gleich Dörrautomat, die Preisspannen liegen zwischen 30 und mehreren hundert Euro. Es sollte daher bei der Auswahl von einem Dörrautomat genau auf den persönlichen Bedarf geachtet werden. Damit die Anschaffung von einem Dörrautomat nicht zu einer Fehlinvestition wird, sind folgende Fragen vor der Kaufentscheidung, zu beantworten:

  • welches Dörrgut soll größtenteils im Dörrautomat verarbeitet werden
  • wie viel darf der Dörrautomat maximal kosten?
  • wie viel Platz ist für das Gerät verfügbar?
  • welches Prinzip (Einschubsystem / Stapelsystem) wird bevorzugt?

Ein Dörrautomat kann sehr unterschiedlich genutzt werden. Sie können sich auch mit einem eher einfachen und günstigen Gerät Trockenobst und Trockengemüse zubereiten. Sobald allerdings größere Menge von verschiedenem Dörrgut getrocknet werden sollen, sind die einfachen Geräte ein wenig überfordert. Geräte mit Stapelsystemen dörren nicht so gleichmäßig wie Einschubsystemgeräte, das liegt daran, dass die warme Luft von unten kommt und durch die verschiedenen Etagen noch oben strömen muss. Je nachdem, wie viele Etagen gestapelt wurden, kühlt die Luft auf dem Weg nach oben ab. Die warme Luft, die im unteren Bereich aus dem Heizsystem strömt, ist daher bedeutend wärmer als die Luft, die den oberen Bereich erreicht. Damit das Dörrergebnis bei einem Dörrautomat mit Stapelsystem relativ gleichmäßig ist, sollten die verschiedenen Etagen ausgetauscht werden. Bei diesem Wechsel geht Wärmeenergie verloren und die Dörrzeit verlängert sich dadurch.

Werden häufig große Mengen an Dörrgut getrocknet, rechnet sich daher die Investition in ein hochpreisiges Gerät schnell. Langfristig werden nicht nur Zeit und Energie bei der Verarbeitung gespart, die Endqualität des Dörrguts ist zudem hochwertiger. Legen Sie großen Wert auf Dörrobst oder Dörrgut in Rohkostqualität? Dann sollten Sie sich für ein Gerät entscheiden, bei dem Sie den unteren Temperaturbereich besonders präzise regeln können. Lediglich bei einem Stöckli Dörrautomat mit Stapelsystem können Sie Fruchtleder herstellen, ansonsten ist die Zubereitung dieser Köstlichkeit nur mit einem Gerät mit Einschubsystem möglich.

Dörrautomat Vergleich

In der Vergleichstabelle haben Sie alle Daten der Dörrgeräte auf einen Blick, so können Sie sich in Ruhe entscheiden welches Gerät am besten für Sie geeignet ist.

Redaktionstippfür Sparfüchse
Abbildung
HerstellerStöckliKitchen ChefTZS First AustriaKlarstein
Modell0076.72MKYS333BFA-5126-2KG3-Fruit-Jerky-10
Gewichtca. 4 kgca. 7 kgca. 1,7 kgca. 9 kg
Produktabmessungen28,0 / 33,5 cm45 x 34,5 x 32 cm32 x 31 x 32 cm49 x 38,5 x 51 cm
Dörretagen36510
DörrtemperaturStufenlos von 30 - 70 C°Einstellbar 35 - 70 C°Einstellbar 35 - 70 C°Stufenlos bis 68°C
Timerbis 12 Std. einstellbarJaNeinbis 40 Std. einstellbar
Leistung600 Watt500 Watt240 Watt800 Watt
MaterialKunststoffKunststoffKunststoffKunststoff, Aluminium, Stahlblech
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